Weaningzentrum
St. Josefskrankenhaus
Sautierstraße 1
79104 Freiburg im Breisgau
Tel: 0761 2711 -5599
Fax: 0761 2711 -785599
weaningzentrum@rkk-klinikum.de 

Weaningzentrum am St. Josefskrankenhaus Freiburg

„Weaning“ beschreibt die Entwöhnung von einer Beatmung. Bei langzeitbeatmeten Patienten, insbesondere mit begleitender Lungenerkrankung, ist der Entwöhnungsprozess häufig verlängert. Um den Entwöhnungsprozess positiv zu beeinflussen, werden unsere Patienten kontinuierlich von Atmungstherapeuten begleitet.

Dabei werden im therapeutischen Team individuelle, auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Entwöhnungsstrategien geplant und umgesetzt. 

In den meisten Fällen stellt die Entwöhnung und die damit verbundene Beendigung der Beatmungstherapie kein Problem dar. Bei 20% der Patienten muss die Beatmung aber auch dann noch fortgesetzt werden, obwohl der ursprüngliche Grund für eine Beatmungstherapie, sei es eine Operation oder eine schwere Lungenentzündung, längst behoben ist. Die Entwöhnungsphase ist dann deutlich verlängert und wird in der Fachliteratur als „Prolongiertes Weaning“ beschrieben.

Unser Leistungsspektrum

Neben den Funktionsstörungen der Lunge sind beispielsweise akute oder chronische Begleiterkrankungen sowie hohes Alter Faktoren, die zu einem verlängerten Weaningprozess führen. Ein Weaningzentrum ist eine interdisziplinäre Einheit, die spezielle Rahmenbedingungen bietet, damit eine an die jeweilige, individuelle Situation des Patienten angepasste Entwöhnung von einer künstlichen Beatmung umgesetzt werden kann.

Deshalb haben wir es uns an unserem Weaningzentrum zur Aufgabe gemacht, in der interdisziplinären Versorgung der Patienten durch unser therapeutisches Team, bestehend aus Atmungs- und Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Fachpflegekräften und Ärzten, ein Setting zu schaffen, welches eine situationsgerechte, planvolle und zielgerichtete Beatmungsentwöhnung möglich macht.

Ihr Experte

Prof. Dr. med. Stephan Sorichter
Chefarzt
Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie,
Allergologie, Schlafmedizin, Sportmedizin
 

Sie möchten eine Patienten zum Weaning anmelden?

Ihr Kontakt: 
Tel: 0761 2711 -5599
Fax: 0761 2711 -785599
E -Mail: weaningzentrum@rkk-klinikum.de 

Bitte faxen Sie uns das ausgedruckte und unterschriebene Anmeldeformular zu!

Zertifiziertes Weaningzentrum

 

Unser Weaningzentrum wurde nach einem ausführlichen Verfahren 2019 von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) zertifiziert. Hierbei wurden und werden regelmäßig die Strukturen und Prozesse des Zentrums überprüft, um eine konstant optimale Qualität zu garantieren. Überwacht wird die Qualität unabhängig durch das Institut für Lungenforschung GmbH(ILF). In unserem Zertifizierten Weaningzentrum haben wir uns zum Ziel gestellt, eine qualitativ hohe medizinische Versorgung von Patienten mit akuter und chronischer Atemschwäche bzw. -erschöpfung infolge pneumologischer und neuromuskulärer Krankheitsbilder einschließlich des hohen Querschnittes jederzeit zu erfüllen.

Der Weaningprozess in Bildern

  • Die Übernahme eines Patienten in die Weaningeinheit erfolgt je nach Schweregrad der Erkrankung auf einen Vollintensiv- oder Überwachungsplatz mit Beatmungsmöglichkeit. Zunächst wird der aktuelle Status (Assessment) inklusive Bronchoskopie zur Abschätzung des Weaningpotentials und möglicher Hindernisse erhoben und ein umfassendes hygienisches Screening durchgeführt. Im interdisziplinären und interkollegialen Team aus Ärzten, Pflegekräften, Atmungstherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden und Überleitungspflege werden Wochen- und Behandlungsziele gemeinsam mit dem Patienten und seinen Angehörigen festgelegt.

  • Primäres Ziel ist die Wiedererlangung der selbstständigen Atmung und Autonomie im Alltag. Bei langzeitbeatmeten Patienten bestehen häufig Komplikationen wie z.B.eine Schluckstörung, eine Polyneuro-/ Myopathie (CIP/CIM) oder ein Delir, sodass zur Regeneration oftmals auch ein umfassendes neurologisches Regime inklusive Logopädie und Ergotherapie erforderlich sind.

  • Bei erfolgreichem Weaning organisieren wir eine spezifische Anschlussheilbehandlung. Ist das primäre Ziel einer vollständigen Entwöhnung nicht zu erreichen, wird eine außerklinische Beatmung etabliert, je nach neurologischem Status als invasive oder nicht-invasive Heimbeatmung.

  • Hierzu steht unsere Station für Außerklinische Beatmung bereit. In enger Kooperation mit unseremSozialdienst und den außerklinischen Providern wird eine individuelle Versorgung zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung organisiert.

Weiterführende Informationen