Ellenbogenverletzungen - Von der Diagnose bis zur Nachsorge
Die häufigsten Ellenbogenverletzungen
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Instabilität des Ellenbogens
Ellenbogeninstabilität wir als eine Verletzung definiert, die durch eine Schädigung der Gelenkfläche und den Bandstrukturen zustande kommt. Die geschädigten Elemente der Gelenkfläche sind häufig das innere und äußere Seitenband.
Besonderheiten der Therapie:
Bei frischen Verletzungen ist eine direkte Naht der Bänder am Ellenbogen (evtl. mit einem Nahtanker) meist möglich. Bei einer chronischen Instabilität des Ellenbogens muss eine operative Bandplastik durchgeführt werden. Körpereigene Sehnen können dabei verwendet werden.
Primäres Ziel der Physiotherapie ist die frühzeitige Wiederherstellung des freien Bewegungsumfangs. Verletzungsgefährliche Aktivitäten und Kontaktsport müssen 9 Monate nach OP pausiert werden.
Im Regelfall beträgt die notwendige stationäre Therapie:
3-4Tage -
Knorpelschaden
Unsere Gelenke haben während eines langen Lebens tonnenschwere Lasten zu tragen. Doch erst Knorpel verleiht den Gelenken Beweglichkeit. Knorpel schützt unsere Gelenke und sorgt für einen reibungslosen Ablauf unserer Bewegungen. Das zeigt sich erst, wenn durch Verschleiß und Abnutzung Knorpelschäden – und damit Gelenkschmerzen – entstehen. Die moderne Knorpelchirurgie bietet innovative Operationsverfahren, um geschädigte oder zerstörte Knorpel wiederherzustellen.
Besonderheiten der Therapie:
Abhängig von Größe und Art des Knorpelschadens stehen verschiedene operative Techniken zur Verfügung.
Kleine Knorpelschäden können mit einer sog. Mikrofrakturierung erfolgreich behandelt werden. Durch das gezielte Setzen von kleinen Löchern in der Defektzone kommt es zu Einblutungen aus dem Knochenmark. Blutstammzellen haften an der Stelle der Mikrofrakturierung an. Daraus entsteht ein sog. Super-Clot. Diese Stammzellen differenzieren zu Faserknorpelzellen und decken den ursprünglichen Effekt.
Mittlere Defektgrößen mit Veränderungen im Bereich des darunterliegenden Knochens (subchondraler Knochen) können mit einer sog. Osteochondralen autologen Knorpel-Knochen-Transplantation (OATS) erfolgreich behandelt werden. Dazu werden in minimal-invasiver Technik Knorpel-Knochen-Zylinder aus nicht belasteten Bereichen des (meist) Kniegelenkes gewonnen und in das Defektareal transplantiert.
Größere Knorpelschäden werden mit einer autologen Knorpeltransplantation (ACT) versorgt. Dazu muss in einem ersten kleinen arthroskopischen Eingriff Knorpelgewebe gewonnen werden, welches zur Anzüchtung in ein Speziallabor geschickt wird. Ca. 6 Wochen später kann der gezüchtete Knorpel in den Defekt im Rahmen einer zweiten arthroskopischen Operation transplantiert werden. In der akuten Heilungsphase (i.a. 6 Wochen muss eine strenge Teilbelastung eingehalten werden). Verletzungsgefährliche Aktivitäten und Kontaktsport müssen 9 Monate nach OP pausiert werden.
Im Regelfall beträgt die notwendige stationäre Therapie:
Entnahme: 1 Tag
Replantation: 2-4 Tage
Die operative Behandlung von Ellenbogenverletzungen
In unserer spezialisierten Fachabteilung für Sporttraumatologie bieten wir breites Leistungsspektrum an arthroskopischen Operationen des Ellenbogens.
- Diagnostik & Vorbereitung
- Behandlung & Aufenthalt
- Therapie & Nachsorge
Diagnostik & Vorbereitung
Im Rahmen der ambulanten Vorstellung in unserer Sprechstunde erfolgt eine klinische Untersuchung und Evaluierung des Ellenbogengelenks:
- Wenn noch nicht vorhanden wird eine entsprechende Bildgebung (Röntgen, MRT, CT) eingeleitet.
- Es erfolgt die Besprechung der Therapieoptionen und die Planung der weiteren Therapie.
- Im Falle einer notwendigen Knorpelzelltransplantation wird die Vorbereitung und Abstimmung mit der Tissue-engeneering Firma getroffen
Behandlung & Aufenthalt
Die stationäre Aufnahme erfolgt am Tag der OP:
- Vorbereitung der OP ggf. mit Anlage einer regionalen Nervenblockade
- Nach der Versorgung Überwachung und Schmerztherapie im Aufwachraum
- Anschließend Verlegung auf Tagesstation
- Hier Weiterführen der Schmerztherapie
- Anleitung zur korrekten Mobilisierung durch die Physiotherapie
- Versorgung mit notwendigen Hilfsmitteln (bewegliche Ellenbogenorthese)
- Anleitung zur korrekten Verwendung der Hilfsmittel
- Wundkontrollen
- Besprechung des Behandlungsplans (wird mit dem Entlassbrief ausgehändigt)
- Besprechung der Entlassunterlagen
Therapie & Nachsorge
Auch nach der Entlassung sind wir weiterhin für Sie da:
- Ambulante Physiotherapie anhand des Behandlungsplans
- Wundkontrollen
- Fadenzug
- Verlaufskontrollen




















