Belegabteilung Neurochirurgie
St. Josefskrankenhaus

Sautierstraße 1
79104 Freiburg im Breisgau
Tel: 0761 2711 1

Spinalkanalstenose

Die Spinalkanalstenose der LWS ist eher eine Erkrankung des höheren Lebensalters, während sie an der HWS durchaus auch in jungen Jahren auftreten kann. Im Prinzip ist sie Ergebnis des natürlichen Alterungsprozesses der Wirbelsäule, wobei hier neben den Lebensjahren natürlich auch andere Einflussfaktoren eine Rolle spielen, wie die körperliche Belastung oder eine genetische Veranlagung.

Wenn man das Bewegungssegment aus Bandscheibe, den zwei angrenzenden Wirbeln und den zwei Wirbelgelenken betrachtet, dann kommt es bei all diesen Bestandteilen im Verlauf der Jahre durch Verschleiß zu deutlichen Veränderungen.

Die Bandscheibe verliert an Höhe und wölbt sich vor, die Wirbel bilden knöcherne Ausziehungen an den Rändern und die Wirbelgelenke vergrößern sich teilweise um das doppelte oder mehr. Alle diese Veränderungen müssen nicht zwangsläufig schmerzhaft sein, aber sie benötigen mehr Raum. Nachdem alle diese Bestandteile den Spinalkanal umgeben, führt dies letztlich zu dessen Einengung. 

Symptome

  • Die Einengung des Spinalkanals in der Lendenwirbelsäule führt dazu, dass der Patient im Liegen und Sitzen grundsätzlich kaum Probleme hat. Beim Stehen und Gehen aber, kommt es zu ausstrahlenden Schmerzen in eines oder beide Beine, häufig verbunden mit einer Pelzigkeit oder Ameisenlaufen. Mit zunehmender Stehdauer oder Gehzeit verstärken sich die Beschwerden immer weiter. Die Beine fühlen sich dann müde, schwer und kraftlos an. 
  • Typischerweise können die Beschwerden durch Vornüberbeugen oder Hinsetzen direkt verbessert und aufgehoben werden, so dass der Patient nach einigen Minuten weitergehen kann. Auf Dauer führen diese Entlastungsmaßnahmen jedoch zu weiteren lokalen Rückenschmerzen. 

Die operative Behandlung von Spinalkanalstenose

Die Spinalkanalstenose lässt sich durch konservative Therapie nicht beseitigen. Das Beschwerdebild lässt sich höchstens stabilisieren und der Prozess etwas verlangsamen. Letztlich muss der Spinalkanal erweitert werden, damit die Nerven in jeder Lebenslage ausreichend Platz haben. Das geht nur chirurgisch/operativ.

  1. Diagnostik & Vorbereitung
  2. Behandlung & Aufenthalt
  3. Therapie & Nachsorge

Diagnostik & Vorbereitung

Dr. Sircar nimmt sich in seiner ambulaten Sprechstunde viel Zeit für eine individuelle Diagnose und Beratung. Nach umfassender Untersuchung und Auswertung der radiologischen Bildgebung erhalten Sie eine erste Beurteilung und Therapieempfehlung. Im Rahmen der Operationsaufklärung wir Ihnen das notwendige Verfahren, der Ablauf, die Risiken und der Spontanverlauf ohne Operation geschildert. 

Die Anästhesievorbereitung erfolgt in der Regel einige Tage vor der stationären Aufnahme in der Klinik für Anästhesiologie im St. Josefskrankenhaus. Falls die stationäre Aufnahme kurzfristig angesetzt wird,  erfolgen die Untersuchungen und die Prämedikation durch die Anästhesie am Aufnahmetag. Dies besprechen wir im Einzelfall konkret mit Ihnen.

Behandlung & Aufenthalt

Dr. Sircar arbeitet operativ minimalinvasiv mikrochirurgisch unter Verwendung moderner perkutaner Zugangssysteme und dem Operationsmikroskop. Die Wirksamkeit der angewandten Verfahren ist hierbei fundiert wissenschaftliche nachgewiesen.

Die Vorteile der verwendeten Operationstechniken:

  • kleine Schnitte und kleine Wunden
  • kurze Erholungszeiten
  • deutlich herabgesetzte Risiken für Wundinfektionen, Vernarbungen und Anschlussprobleme
  • Schonung der Muskulatur und der Bänder

Sobald Sie aus der Narkose aufgewacht sind, verweilen Sie im Aufwachraum des OP noch unter Beobachtung. Üblicherweise sehe ich Sie bereits hier schon für die erste postoperative Untersuchung. Sobald Sie nicht mehr überwacht werden müssen, werden Sie im Bett wieder auf die Station gebracht. Sie erhalten Schmerzmittel über die Vene, später erhalten Sie Ihre Medikation oral.

Bei normalem Verlauf können Sie in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der OP in der Regel am Abend des Operationstages schon wieder kurz in Begleitung aufstehen.

Therapie & Nachsorge

Am ersten Tag nach der Operation begleitet das Pflegepersonal Sie bei Ihrem ersten Versuch aufzustehen oder zu Gehen und überprüft Ihren Kreislauf. Sie erhalten Ihre erste Behandlungseinheit mit dem Physiotherapeuten. Üblicherweise sind Sie dann im Verlauf des Tages in Ihrem Zimmer bzw. auf Station schon wieder eigenständig mobil.

In den meisten Fällen ist die Entlassung aus der stationären Behandlung nach einigen Tagen medizinisch möglich. Üblicherweise können Sie sich problemlos mit dem Auto abholen lassen, Sie müssen im Auto nicht liegen. Selbstständig Autofahren ist bei Entlassung noch nicht möglich.  Bei normalem Verlauf wird eine ambulante Kontrollvorstellung sechs Wochen postoperativ vereinbart. Den Termin erhalten Sie in der Regel gleich mit.

Grundsätzlich sollte nach jeder Operation eine geeignete physiotherapeutische Nachbehandlung erfolgen. Dies kann auf Rezept ambulant erfolgen oder im Rahmen einer auf zunächst drei Wochen angesetzten ambulanten oder stationären Rehabilitationsbehandlung. Welche Therapievariante die für Sie geeignete ist, bestimmen Sie individuell.

Ausführliche Informationen zu Leistungsspektrum und Behandlungsmethoden finden Sie hier:

Ich bin absolut begeistert. Noch nie wurde ich so genau beraten und aufgeklärt. Die OP ist absolut gut verlaufen und ich bin beschwerdefrei. Ich möchte an dieser Stelle meinen Dank aussprechen!

- Patientenstimme auf jameda.de - 

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